Zwischen März und Juni sieht der Kanzleialltag anders aus als im Herbst. Jahresabschlüsse, Steuererklärungen und Fristen fallen zusammen, alle arbeiten gleichzeitig in derselben Software, und genau dann fällt auf, ob die IT dafür ausgelegt ist. Ein Server, der im November unauffällig war, wird im April zum Engpass — nicht weil er kaputt ist, sondern weil zwölf Personen gleichzeitig darauf zugreifen.
Der zweite Punkt ist die Fristbindung. In den meisten Betrieben ist ein IT-Ausfall ärgerlich. In einer Kanzlei kann er eine versäumte Frist bedeuten, und eine versäumte Frist ist kein IT-Problem mehr, sondern ein Haftungsthema. Das ändert die Rechnung: Es geht nicht darum, ob ein Ausfall wahrscheinlich ist, sondern was er im ungünstigsten Moment auslöst.
Dazu kommt die Verschwiegenheitspflicht. Sie gilt unabhängig davon, wo die Daten liegen und wer sie technisch betreut. Praktisch heißt das: geregelte Zugriffe, nachvollziehbar wer worauf zugreifen kann, Backups an einem Ort, den Sie kennen — und ein Dienstleister, der Ihnen sagen kann, wie das im Ernstfall aussieht, ohne dass Sie ihm glauben müssen.