Die meisten Wiener Betriebe, die zu uns kommen, haben keine schlechte IT. Sie haben eine gewachsene: ein Server, den vor Jahren jemand aufgesetzt hat, der nicht mehr im Haus ist. Ein Netzwerk, das mit jedem neuen Mitarbeiter um einen Switch erweitert wurde. Lizenzen, die niemand mehr zuordnen kann. Das funktioniert erstaunlich lange — bis es das nicht mehr tut.
Dazu kommt eine Wiener Besonderheit: Viele Büros sitzen in Altbauten, in denen Verkabelung, Stromversorgung und Internetanbindung nie für zwanzig Arbeitsplätze gedacht waren. WLAN durch Ziegelmauern, ein einzelner Anschluss für die ganze Etage, Technik im Abstellraum neben der Kaffeemaschine. Wir sehen das jede Woche, und es lässt sich in fast allen Fällen ohne Umbau lösen.
Der dritte Punkt ist der unangenehmste: Zuständigkeit. In kleinen und mittleren Betrieben macht die IT oft die Person, die sich am ehesten damit auskennt — nebenbei, zwischen ihrer eigentlichen Arbeit. Das ist keine Kritik an dieser Person. Es heißt nur, dass Updates, Backups und Sicherheit dann liegen bleiben, wenn das Tagesgeschäft dringend wird. Und dringend ist es immer.