„Wir gehen in die Cloud“ ist als Satz ungefähr so nützlich wie „wir kaufen Hardware“. Ein Unternehmen betreibt ein Dutzend Systeme — Mail, Dateien, Buchhaltung, Warenwirtschaft, Zeiterfassung, Branchensoftware, vielleicht eine Steuerung in der Produktion — und jedes davon hat eigene Anforderungen an Erreichbarkeit, Antwortzeit und Datenhaltung. Eine Antwort für alle gibt es nicht.
Stellt man die Frage einzeln, ist sie meistens eindeutig. Mail und Dokumente gehören in aller Regel in Microsoft 365: Ein eigener Mailserver ist Aufwand und Angriffsfläche ohne Gegenwert. Eine Fachanwendung mit Datenbank, an der zwanzig Leute gleichzeitig arbeiten, oder eine Steuerung, die an Geräte im Haus gebunden ist, bleiben dagegen oft genau dort, wo sie heute sind.
Der Punkt, an dem Cloud-Vorhaben im Rückblick schiefgehen, ist fast nie die Technik, sondern die Rechnung. Verglichen wird eine Investition, die entfällt, mit einem Monatspreis — und übersehen wird, dass die laufenden Kosten pro Benutzer und Monat nie enden. Wir rechnen beides über die Laufzeit durch, die Sie ohnehin planen, und sagen Ihnen auch, wenn sich eine Verlagerung nicht auszahlt.