Wenn wir eine Umgebung neu aufnehmen, finden wir fast immer eine Sicherung: eine externe Platte am Server, ein Skript auf eine NAS, manchmal einen Cloud-Dienst, der vor Jahren eingerichtet wurde. Die erste Frage ist deshalb selten, ob gesichert wird. Sie lautet: Wann hat zuletzt jemand versucht, daraus etwas zurückzuholen? Die Antwort ist auffallend oft: noch nie.
Das ist kein Vorwurf, sondern eine Folge davon, wie Sicherungen verkauft werden — als Produkt, das man einschaltet. Im Alltag scheitert die Wiederherstellung dann an Kleinigkeiten: Der Job läuft seit Monaten auf Fehler und niemand liest die Meldung, die Platte ist voll, gesichert wird der Datenordner, aber nicht die Datenbank der Branchensoftware.
Der Punkt, der Betriebe umbringt, ist ein anderer. Ransomware sucht heute gezielt nach Sicherungen, bevor sie verschlüsselt. Eine Kopie, die vom Produktivsystem aus erreichbar und veränderbar ist, ist im Ernstfall keine Kopie mehr. Deshalb liegt bei uns mindestens eine Version außerhalb Ihrer Umgebung und gegen Überschreiben geschützt — und deshalb testen wir die Rückholung, statt sie anzunehmen.