Fast jeder Betrieb wartet seine IT — nur unregelmäßig. Aktualisiert wird, wenn ohnehin jemand am Gerät ist, wenn eine Meldung zu aufdringlich wird oder wenn etwas nicht mehr funktioniert. Das Ergebnis ist eine Umgebung, in der jedes Gerät auf einem anderen Stand ist und in der niemand sagen kann, welches davon gerade das schwächste Glied ist.
Die Folgen sind unspektakulär und deshalb leicht zu übersehen. Ein Arbeitsplatz, der seit zwei Jahren keine Treiberaktualisierung gesehen hat, ist nicht kaputt — er ist langsam, hängt beim Drucken und erzeugt Supportfälle, die als Anwenderproblem zurückgemeldet werden. Ein Switch mit alter Firmware läuft, bis er an einem Dienstagvormittag nicht mehr läuft.
Planbar wird Wartung erst, wenn sie einen Zyklus hat: Was wird in welchem Abstand aktualisiert, in welchem Fenster, in welcher Reihenfolge — und wie kommt man zurück, wenn ein Update etwas bricht? Das ist wenig spektakulär und in der Praxis der Grund dafür, dass der Supportaufwand nicht mit dem Alter der Geräte mitwächst.